Sammelsurium: Frühling, Pina Bausch und Nachtleben

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Merkt ihr es? Der Frühling kommt langsam aber sicher! Heute hat es mich schon fast aus Gewohnheit an’s Düsseldorfer Rheinufer gezogen, das Eis musste ich allerdings alleine essen, aber egal war trotzdem ein wunderschöner Urlaubstag. +++ Am Freitag war ich mit der Suze ja bei Pina Bausch, für mich zwar nicht der erste Besuch einer Pina Bausch-Aufführung, aber der erste einer “Tanzoper”. Gespielt wurde Glucks “Iphigenie auf Tauris” mit einer wunderschönen Choreographie. Und auch sonst stimmte alles: Die erste Vorstellung des Tanztheaters im neuen Schauspielhaus war ein Triumphzug und zeigte wieder eindrucksvoll, dass es sich hier um ein Weltklasse-Ensemble handelt. +++ Letzte Woche haben wir wieder ein paar Szenen für Nachtleben drehen können. Besonders bewegend fand’ ich die Szene zwischen Lucy und Daniel auf der Brücke. Ich kann es gar nicht abwarten den Film fertig zu stellen! +++ Gestern habe ich meine erste Fahrt nach Köln mit dem NRW-Semester-Ticket unternommen. Schön den Kölner Nahverkehr jederzeit nutzen zu können. 

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Roundup: „Nachtleben“ & iWeb

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In dieser Woche haben wir es dann doch noch geschafft ein paar Minuten Material für „Nachtleben“ zu filmen, nämlich eine Szene in der Düsseldorfer Straßenbahn. Der Dreh war dahingehend tricky, da wir einfach so bei Publikumsverkehr in der Bahn gefilmt haben – inklusive zusteigenden Passagieren, die sich vor der Kamera allerdings genau richtig verhalten haben, und uns so einen super Shot ermöglicht haben! Das folgende Gespräch mit dem Kinobetreiber war ebenfalls ein voller Erfolg. Nächste Woche werden wir an zwei Tagen im Düsseldorfer „Metropol“-Kino drehen dürfen. Wow. Weniger gute News gab es heute von der technischen Seite: Für die Produktion führe ich eine Art Videotagebuch mit Backstage-Szenen vom Dreh. Um die Filme unter dem Team zu verteilen nutzen wir MobileMe und iWeb von Apple. Heute gab‘s dann den Super-GAU. Den ganzen Tag über, und ich habe es bestimmt 20 Mal versucht, war es nicht möglich die iWeb-Dateien auf den Apple-Server zu laden. So ein Mist, das bin ich von Apple einfach nicht gewohnt. Aber egal: Jetzt ist alles wieder online!

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I’m sick!

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Du wachst morgens auf. dein Hals ist voller Schleim, dein Kopf tut weh – Welcome to my World. Zunächst hatte ich ja gedacht mein Hals hätte nur eine Überdosis Rauch abbekommen. Während der Dreharbeiten von Montag bis Mittwoch wurde halt wirklich viel geraucht und ich bin das einfach nicht mehr gewöhnt. Früher im Büro war das noch anders, da gab es noch kein Rauchverbot oder „Nichtraucherschutz“ wie das heute heißt, und jeden Tag von vier bis fünf Rauchern umgeben zu sein war nicht ungewöhnliches. Inzwischen ist es schon ungewohnt und entsprechend fertig war ich auch am Dienstag, da ich über so langen Zeitraum nicht mehr passiv geraucht habe. Aber es hat sich auch gelohnt: Das Rauchen schafft eine unglaubliche Atmosphäre in den Aufnahmen und ich denke das wir an diesen drei Tagen wirklich außergewöhnliches Material gefilmt haben. Durch die Improvisation und die wirklich talentierten Darsteller (Luzie und Marc waren einfach umwerfend) haben wir Material bekommen, welches man schwer schreiben kann. Aber zurück zu meinem Hals: Am Samstag, beim eröffnen der Grillsaison auf den Düsseldorfer Rheinwiesen, merkte ich schon, dass es nicht der Rauch war und später ging es mit meinem Gesundheitszustand doch ganz stark bergab. Der Sonntag ging gar nicht, aber heute geht es schon wieder bergauf.

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Here we go, again …

bild-1An diesem Wochenende habe ich mich wieder verstärkt um meine Hausarbeit gekümmert: Der erste Film den ich in meiner Arbeit behandle wird “Marseille” von Angela Schanelec sein, der zweite Arslans “Ferien“. Aber erstmal alles der Reihe nach: Den ersten Film hab ich bereits in Sequenzen (also Sinnabschnitte) unterteilt trage mich gerade aber noch mit der Idee ein Einstellungsprotokoll zu machen um die formalen Beobachtungen “beweisen” zu können. Empirie is a bitch!

Ansonsten hatte ich gestern auch einen großen Blog-Eintrag verfasst, den ich dann nicht in’s Netz gestellt habe, da er mir doch zu persönlich war. Es ging um einen Moment den ich vor fast drei Jahren in der Berliner S-Bahn hatte, und darum dass es Momente in unserem Leben gibt, die wir weder planen oder reproduzieren können. Dieses war so einer. Warum? Weil eine Vielzahl von Menschen direkt oder indirekt dafür verantwortlich waren, das ich um diese Uhrzeit in diesem Wagon war. Klingt alles trivial? Mag sein!

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So weit, so gut …

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In den tieferen Abgründen meiner doch etwas umfangreicheren CD-Sammlung befindet sich auch die erste Bryan-Adams-Best-Of-Scheibe mit dem verheißungsvollen Titel “So Far, so Good”. Nun sind ja Best-of-Platten ja in den letzten Jahren wie eine Plage über uns Musikliebhaber hereingebrochen,aber damals, im Jahre 1993 – so alt ist nämlich diese Scheibe schon – konnte man diese Compilations noch an einer Hand abzählen. Im Jahr davor erschien beispielsweise “Glittering Prize” von den Simple Minds, damals war ein “Best-of” noch so etwas wie eine Werkschau – Ein aufwändiges Booklet, 16 Songs und ein neuer Mix von “Love Song” boten mir damals einen gelungen Einstieg in die Musik der Minds. Im Jahre 1993 hingegen schwingt sich Bryan Adams hinter’s Lenkrad seines Geländewagens, wirft eine Blick in den Rückspiegel und betrachtet sein musikalisches Schaffen.

Schon der erste Song lässt WiWi-Herzen höher schlagen: Summer of ’69. Schon bei diesem Song beschleicht einen das Gefühl, das es vielleicht doch ein Fehler war die CD in den guten Onkyo-Player zu stecken. Hört man dieses Lied doch sonst eher unkontrolliert auf Uni-Parties kurz vor Feierabend. “Can’t stop this thing we started“, die Nummer 4 dröhnt inzwischen durch meine Bude. “I ain’t superman and i can’t fly” – jawohl. Der Song von dem Album “Waking up the Neighbours” ist der Prototyp des Bryan-Adamschen-Songwriting. Abzählreime, Mid-Tempo, Mitgröhl-Bridge, Gitarrenriffs zu hart für die Streber und weich genug für die “Mädels”.

Und dann “Run to You“, ein Hit meiner Jugend. Auf Bravo-Hits III gab es ein Dancefloor-Cover von diesem Song, und war deshalb auch bei uns in der Schule ein Hit. Nach und nach bekam auch das Original wieder etwas mehr Airplay auf MTV. Das waren damals auch wirklich coole Säue, die Leute von MTV. Klar, in London, alles auf englisch, alles cool. Wenn ich mir aussuchen könnte wo ich heute arbeiten dürfte, dann wäre es wohl MTV Europe zwischen 1991 und 1994.”Run to you” war immer der Knaller auf den Schulparties, gleich nach “I can’t dance” von Genesis. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind …

(Everthing i do) I do it for you” kündigt sich mit einem beschwipsten Klavier-Intro an. Die Nummer aus “Robin Hood – König der Diebe” oder viel mehr “Kevin Costner ist Robin Hood – König der Diebe”: Ein unglaublicher Streifen! Kevin Costner kämpft sich durch Istanbul, den Wald und bis in das Schloss des Königs von Nottingham – Und die Frisur ist immer noch perfekt. Wie macht er das nur? Der Song hat noch mehr Breaks als “Do i have to say the Words“: Drei an Zahl. Am Ende der CD wird dann nochmals der Schmalz ausgepackt: Die neue Nummer “Please forgive me” lässt mich doch erröten, denn ich habe damals den Song-Text aus der Bravo (natürlich mit deutscher Übersetzung) ausgerissen und in die CD-Hülle gepackt: “Ich entsinne mich des Duftes deiner Haut” steht da als Übersetzung. Auf der Rückseite des “Songbooks” ist noch ein halber Larry-Comic zu finden. Bevor es Bravo-Hits gab, gab es Larry, die Ratte. Daneben befindet sich eine Anzeige für einen Schüleraustausch in die USA für das Schuljahr 1994/95. Nach knapp fünf Minuten ist die Nummer auch durch, und ich bin es auch. Soweit, so gut ….

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Human Tetris


Eine noch immer sehr beeindruckende Performance: 88 Statisten, 4 1/2 Stunden Drehzeit und 880 Einzelbilder machen “Human Tetris” erst möglich. Der vierte Film aus der Reihe “Game over” von Guillaume Reymond: Jede Pixelgruppe ist frei in ihrer Entscheidung und kann ihren nächsten Schritt selber wählen. Damit wird diese Performance zum größten Tetris-Spiel aller Zeiten.

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Sammelsurium: U Got 2 Let The Music …

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Die 90er-Jahre-Party im Stahlwerk war echt mehr als ich erwarten konnte: Ganz viel lustige Musik, eine große Gruppe an Leuten und eine sehr spontane Zusage. It was legen — wait for it – dary! Die Nachwehen sind noch noch immer zu spüren: Einige 90s-Compilations liegen noch auf dem Schreibtisch und warten darauf weggeräumt zu werden +++ Endlich ist auch die Doppel-Vinyl von Rachel Yamagatas neuem Album, welches im April auch hier in Deutschland erscheint, bei mir eingetroffen und hat schon die erste Runde auf meinem Plattenspieler hinter sich. Kurios: Die Platten werden als „Disk“ und „Disc“, aber nie als LP benannt. Das ist eher komisch, da „Disk“ ja die Floppy-Diskette (zum Glück sind diese Zeiten vorbei) und die „Disc“ Compact-Disc bezeichnet. Aber egal, erfreuen wir uns an dem warmen Klang und dem endlich angemessen großen Artwork. +++ Noch mehr Musik: Anna Coddintons Album „The Lake“ und die großartige „Duchess EP“ sind nun bei iTunes in Deutschland erhältlich, wohin die beiden physikalischen Ausgaben in Deutschland nur durch einen Neuseeland-Import zu bekommen sind, das gleiche gilt im übrigen für Anika Moas Album „In Swings the Tide“ und Missy Higgins Longplayer „On a Clear Night“. Obwohl ich Fan von iTunes bin, habe ich mir diese Scheiben bereits alle als CD besorgt, ist halt schon schöner +++ Ebenfalls auf der Playliste: „Mama, I‘m Swollen“ von Cursive. Am ersten Vorverkaufstag gab‘s die Platte als MP3-Download inklusive PDF-Booklet für einen Dollar. Die 82 Euro-Cent haben sich wirklich gelohnt. Veröffentlicht wird die Platte am 10. März 2009 +++ Und noch eine Platte: Im Augenblick ist wieder Juliana Hatfield-Phase angesagt: Nach „Hey Babe“ und „Only Everything“ läuft gerade das 2004er Album „In Exile Deo“ im CD-Player … der Song „Some Rainy Sunday“ passt auch gerade ganz gut +++

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School of Seven Bells


Der Countdown läuft. Am 10. März spielen “School of Seven Bells” in Köln. So lange muss ich mich mit diesem YouTube-Film in Stimmung halten.

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The Cult of Done Manifesto

Cult of Done

In den letzten zwei Tagen bin ich ja nicht wirklich zum bloggen gekommen. Die Ausstellungseröffnung rückt immer näher und ich muss noch zwei Filme vorbereiten, dann plane ich noch etwas zur Semesterticketeinführung und habe noch zwei Hausarbeiten vor mir. Da kam mir dieser Beitrag auf swissmiss ganz recht:

1. There are three states of being. Not knowing, action and completion.
2. Accept that everything is a draft. It helps to get it done.
3. There is no editing stage.
4. Pretending you know what you’re doing is almost the same as knowing what you are doing, so just accept that you know what you’re doing even if you don’t and do it.
5. Banish procrastination. If you wait more than a week to get an idea done, abandon it.
6.The point of being done is not to finish but to get other things done.
7. Once you’re done you can throw it away.
8. Laugh at perfection. It’s boring and keeps you from being done.
9. People without dirty hands are wrong. Doing something makes you right.
10. Failure counts as done. So do mistakes.
11. Destruction is a variant of done.
12. If you have an idea and publish it on the internet, that counts as a ghost of done.
13. Done is the engine of more.

Quellen: The Cult of Done Manifesto by Bre Pettis and Kio Stark, Grafik von James Provost.

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Documenta Nachlese: Goethe

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Mein Documenta-Road-Trip mit Lars ist zwar schon etwas her, aber bis heute bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen, das Gesehene komplett aufzuarbeiten. Viele Fotos und Eselsohren im Katalog warten noch immer darauf, dass ich ihnen Beachtung schenke. Heute also “Goethe” von Andrei Monastyrski. Monastyrski, selber Jahrgang 1949 ist eine der Leitfiguren der nichtoffiziellen Kunst Russlands seit den 60er-Jahren. Neben der Goethe-Installation ist er noch mit einer weiteren Arbeit auf der Documenta vertreten gewesen. Seine Installation “Fountain” (Fridericianum) ist ein ironischer Blick auf den Brunnen der Völkerfreundschaft in Moskau, die den neuen Zustand des Landes darstellen sollten.

img_2763Die Installation “Goethe” besteht aus zwei Teilen: Am Eingang des Aue-Pavillon befindet sich eine Klingel mit der Beschriftung “Kopf drücken”. Der zweite Teil der Installation befindet sich auf der anderen Seite des Pavillons, in Form eines Lautsprechers. Der Besucher bekommt beim Drücken des Knopfes kein direktes Feedback, hört aber das Drücken der nachfolgenden Besucher beim Verlassen der Halle. Bei Monastyrski heißt das, Verbindung zwischen “Gegenwart” und “Postgegenwart”. Die “Gegenwart” in der wir leben ist eine Romantische, die “Postgegenwart” eine Klassische. Jetzt kommt Goethe in’s Spiel: Während Goethes “Werther” aus der romantischen Schaffensperiode des Dichters stammen soll, ist der Faust ein klassisches Werk. Der Knopf ist die Romantik: Sie bleibt zunächst ohne Folge, passiv und gereizt, aus dieser “Luft” entsteht allerdings – so Monastyrski – der Nährboden für die Klassik. Dieses symbolisiert sich in dem Lautsprecher auf der anderen Seite des Raums.

Dem Autor dieses Textes ist bewusst, dass es sich bei Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ um ein Werk des Sturm und Drangs handelt

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Sonntags-Album: No Line on the Horizon

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Und schon wieder bin ich Fan: Eine ähnliche Begeisterung wie bei dem Konzert am Donnerstag stellt sich bei der neuen U2-Platte ein: Nach dem schwachen letzten Album „How to Dismantle an Atomic Bomb“ melden sich U2 mit „No Line on the Horizon“ zurück, und es klingt wie die perfekte Synthese zwischen dem Passengers-Album und „Achtung Baby“. Die Songs sind neu, frisch und aufregend – ohne auf den typischen U2-Sound zu verzichten. Überall sind kleine musikalische Twists und Turns eingebaut, generell ist das Album musikalischer interessanter als sein Vorgänger. Schon die Struktur der ersten Single „Get on your Boots“ ist deutlich komplexer als die der ersten Single des letzten Albums, sie erinnert viel mehr an die virtuose Soundorgie „Discotheque“. Die Texte sind teilweise collagenhaft, deutlich merkbar bei „Unknown Caller“, einer der intensivsten Tracks auf dem neuen Album. Sehenswert ist auch der Film „Linear“ von Anton Corbijn, der in der Deluxe-Version beiliegt und in der Magazin-Edition sowie der Digipack-Fassung als Download verfügbar ist. Corbijn inszeniert in diesem Film alle Songs des Albums in dem für ihn typischen Stil. Mit Abstand die beste „Beigabe“ zu einem U2-Album bis her. Mein Bruder entschied sich für die Digipack-Variante ich selber habe das 2LP Set gekauft, das in diesem Moment auch auf dem Turntable läuft. Fazit bis her: Eine unglaublich schöne, spannende und vielseitige Platte der vier Iren, die mit der Hilfe des Dreamteams Eno/Lanois in erneut neue Sphären vorgedrungen sind.

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Rachel Yamagata in Köln

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Das war ja gestern ein unglaublicher Abend im Kölner Kulturbunker. Nachdem der Support aus „gesundheitlichen Gründen“ ausgefallen war, betrat Rachel Yamagata und ihre Band um zwanzig nach neun die Bühne des Kulturbunker-Saals, um die nächsten 90 Minuten für die rund 70 Gäste zu performen. Von Anfang an gibt sich Rachel sympathisch und publikumsnah, wie wir denn auf sie gekommen seien und ob wir spezielle Wünsche hätten  fragt sie in‘s Publikum. Durch MySpace wird geantwortet und – bevor ich selber 1963 rufen kann – wird eben dieser Song von einem Gast in der ersten Reihe gewünscht. Rachel muss lachen: Das sei der einzige Song den sie nicht spielen könnte, sie hätte es mal in Japan versucht und sei kläglich gescheitert. Musikalisch deckt Rachel und ihre Band an diesem Abend die gesamte Palette ihres Könnens ab: Mal rockig, wie bei „Sidedish Friend“, mal zerbrechlich wie bei „Sunday Afternoon“ und auch ihr bisher größten Hit „Worn me down“ kommt noch krachender über die Bühne als auf der 2003er EP. Nach 90 Minuten ist dann auch Schluss. Zur Zugabe kommt Rachel alleine auf die Bühne zurück um „Reason why“ zu singen. Nach der Show kommt Rachel nochmals raus uns redet mit den noch im Kulturbunker verbliebenen Gästen, signiert CDs und Eintrittskarten, betreibt Small-Talk und kommt den Fotowünschen der Besucher nach. Fazit: Ein traumhafter Abend auf den ich schon seit sechs Jahren gewartet habe – Wow.

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Sammelsurium: Hetewei, ZDF, Sneak, …

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Eine typische Wuppertaler Spezialität ist das Hetewei. Die Wuppertaler waren schon immer pfiffige Leute gewesen: In einem normalen Brötchen wird einfach eine Brat- oder Mettwurst versteckt. So kann man auch während der heute beginnenden Fastenzeit Fleisch geniessen. Gut, dass ich nicht getauft bin +++ Eine sehr gut gestaltete Wettervorhersage gibt es bei kurtli.com. Bei dieser großartig designten “analogen” Wettervorhersage macht selbst Regenwetter Spass (via swissmiss) +++ Beim aussortieren von DVDs bin ich wieder auf “Reefer Madness” gestoßen und habe bereits jetzt nur durch das Anschauen des DVD-Covers, bzw. durch das Schnuppern an der Hülle – Sie richt nämlich nach Vanille – “Listen to Jesus, Jimmy” und den Titel Song “Reefer Madness” als Ohrwurm. +++ Die Politik mischt sich in die inneren Angelegenheiten des ZDF ein, Nikolaus Brender soll auf Druck Roland Kochs und der CDU als Chefredakteur von Peter Hahne abgelöst werden. Eine schlimme Vorstellung +++ Die ersten 16 Engelszunge.info Plakate hängen in der Uni und schon steigen die Zuschauerzahlen aufs erträgliche Niveau. Jetzt haben wir wieder durchschnittlich 1023 Zuschauer pro Folge. +++ Aktuelles Lieblingslied: “Half Asleep” von School of Seven Bells – in zwei Wochen über 60-mal gehört. Das Konzert in Köln ist im März. Die Band gibt es, genauso wie den Song, bei MySpace. +++ In der Sneak gestern: “Gran Torino” von Clint Eastwood. Der Film war zum Glück garnicht so wie der Trailer suggeriert. Ein Film der zeigt, dass Menschen nicht so sind wie unsere Vorurteile uns es weiss machen wollen. Hat mir ganz gut gefallen, wäre aber, wie so oft in der Sneak, ein Film den ich mir sonst nie anschauen würde.

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Kölle Alaaf!

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Ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich schonmal auf dem Kölner oder Düsseldorfer Rosenmontagszug war, ich glaube das letzte Mal war in den 90ern – wenn überhaupt. Fest steht lediglich das ich früher auf dem Wuppertaler Rosensonntagszug gewesen bin, und das es mir dort nicht gefallen hat. Heute war es an der Zeit sich dem Spass-Diktat der Karnevalisten im Rheinland zu unterwerfen – genauer gesagt in der Domstadt Köln. Der Spass begann allerdings schon in Wuppertal wo ich nicht mehr in den Regionalexpress nach Köln gekommen bin. Wie viele Westfalen fahren denn in’s Rheinland um Karneval zu feiern? Scheinbar eine ganze Menge. Also musste ein Plan B her: Mit dem Regionalzug zum Hauptbahnhof und dann mit der Regionalbahn nach Köln. Mit einiger Verspätung trafen dann auch Melanie und die Mädels ein und dann ging der Spass los: Kamelle fangen, mit fremden Leuten reden und Bier trinken. Wider meiner Erwartung hatte ich wirklich Spass. Aber nicht weiter sagen ;-)

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5×5 – noch mehr Schnee

 

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Auf der Video-Plattform Vimeo gibt es ein lustiges Projekt: Nutzer aus aller Welt stellen sogenannte “5×5 Vignetten” zusammen. Fünf Einstellungen mit jeweils 5 Sekunden Laufzeit. Ich mache diese kleine Dreh- und Schnittübung auch immer wieder gerne. Hier mein neuestes 5×5.

Links
Vimeo
5 Vignettes – The Channel

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I like the sweet life and the silence …

Haldern

Whooa, ist das ungemütlich draußen. Nass, kalt, vernebelt: Meine Stadt zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. Das hilft nur eins: Die Radio-Aufnahme des Cardigans-Konzert vom Haldern-Festival 2003. Zwei Tage feinste Pop-Musik von Paul Weller, Under Byen, Deus, Kaizers Orchestra, Kashmir und halt den Cardigans: Wenn man im Supermarkt das Bier nach dem Kriterium “Ist warm auch trinkbar” aussucht, dann ist Zeit für Haldern. Gleich zwei Mal hintereinander hatten wir das Glück Temperaturen von über 30 Grad im Niederrhein zu haben, da halten einen auch nicht die “Betreten Verboten”-Schilder am Baggersee auf: Uns nicht und die Cardigans auch nicht. Schimmen mit den Stars, das gibt’s nur in Haldern. 

Gestern war dann Köln angesagt: Die Party bei Melanie ist auf Grund von Krankheit und Absagen zu einem gemütlichen Sit-In umfunktioniert worden, aber der Plan ist nun am Montag mal auf den Kölner Zug zu gehen. Ich hab’ sowas seit zehn Jahren bestimmt nicht mehr gemacht.

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Chill-out zum Frühstück

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Alif Trees Album Clockwork ist mit Sicherheit einer der größeren Entdeckungen der letzten Wochen. Folk-, Elektro- und Blueseinflüsse fusionieren hier im Downbeat-Tempo zu einem unaufdringlichen Klangteppich – großartig, und ganz weit weg von langweilig. Diese komische Platte mit allen möglichen Einflüssen eignet sich übrigens bestens als Frühstücksuntermalung, was nichts schlimmes ist: George Sarah und Tony Head haben ihre Platte seinerzeit “Music for Elevators” genannt – was bestimmt an den Aufzügen in England und vor allem Amerika liegen muss, denn unsere Aufzüge sind einfach zu kurz, da kann man auch kein Musikstück ganz hören und auch beim Sex im deutschen Aufzug ist Eile angesagt. Bis heute hab ich auch noch kein Stück von diesen Platten im Lift gehört, nur die monotone Frauenstimme “Gebäude P, Ebene 5, Ausgang, Mensa”

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Dance, Dance, Dance


BOOMBOX from Ely Kim on Vimeo.

 

Statt die neusten S-Bahn-Stories hier zu präsentieren (kotzende und schlafende Jecken), hier lieber ein Video von Ely Kim der 100 Dancemoves in 100 Räumen präsentiert. Awesome! An sonsten bin ich gerade auch mit der Image-Kampagne noch stark beschäftigt. Heute ist Abgabe für den Film mit dem Koch. Sitze jetzt wieder seit einer Stunde an der Post-Produktion, und ich finde es ist ganz gut geworden.

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Sneak und GMail

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In der Sneak: “Underworld: Rise of the Lycans” – Aufgaben für Filmbesucher:
- Finde die Plotpoints!
- Warum muss Sonja sterben?
- Warum stirbt der Foltermeister den brutalsten Tod von allen?
- Bestimme Exposition, Hauptteil und Schlussteil!

Übrigens: GMail kann man so einstellen, dass man zu bestimmten Uhrzeiten vor dem Senden einer E-Mail eine Matheaufgabe lösen muss: Das hilft davor betrunken Mails zu verschicken die man später bereut: Das wäre doch mal was für MySpace (-> mein Blogeintrag von gestern) und das nächste Apple Mail (zahlreiche Mails).

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Boa, Miranda und Leona

Heute geht‘s wieder um Musik: Diese Woche sind ja wieder tolle Alben erschienen, eines lang-erwartet, eines – für mich – überraschend. Die Rede ist von „Light of X“ von Miranda Lee Richards und „Diamonds Fall“ von Phillip Boa and the Voodooclub. 

Phillip Boas neue Platte
Phillip Boas neue Platte

Das letzt-genannte Album hab‘ ich nämlich voll verpennt, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mit dem letzten Longplayer „Faking to Blend in“ von unserem geliebten Indi-Meister nicht wirklich angetan war, aber ich hab ihm wirklich einiges zu verdanken – musikalisch. Auf seinen Konzerten habe ich gelernt, das der von der Decke tropfende Schweiss *wirklich* das Mischpult lahmlegen kann und das sich auch Herforder Konzertgänger richtig rocken können – nachdem sie eine Stunde lang sich nicht bewegen hatten. Die Beangrowers und ihre unglaubliche Frontfrau Alison Galea hätte ich wahrscheinlich zu spät oder gar nicht kennengelernt und ihre großen Alben „48k“ und „Dance Baby Dance“ mit Sicherheit verpasst. Also ist jede Boa-Veröffentlichung seit „Boaphenia“ ist für mich ein Pflichtkauf, und dieses Mal wurde ich auch nicht enttäuscht: Seit „My Privat War“ hat mir kein(!) Boa-Album wieder so gut gefallen wie „Diamonds Fall“. Großartige Songs wie „DJ Baron Cabdriver“ und „Fiat Topolino“ gehen sofort in‘s Ohr und/oder die Oberschenkel. „The World Has Been Unfaithful“ kommt wie eine Boa-typische Hymne daher, bei der man voller Verzückung an „Deep in Velvet“ oder „Bells of Sweetness“ denken muss. An den deutschen Text von „The Ballad Of Pia And Toett“ muss ich mich allerdings noch gewöhnen, aber mir gefällt auf jeden Fall besser als „Der Himmel“, was nicht bedeutet das dies ein schlechter Track ist. Super gemacht Boa! Welcome Back! 

 

Das Follow-Up zu "The Herethereafter" heißt "Light of X"

Das Follow-Up zu "The Herethereafter" heißt "Light of X"

Vor acht Jahren bekam ich „The Herethereafter“ von Miranda Lee Richards in die Finger und bis heute höre ihre Debüt-Platte noch immer regelmässig. Zu CD-Player-Zeiten war diese Scheibe oft in meinem Rucksack, danach auf Mini-Disc und mit dem Beginn des iPod-Zeitalters dann digital mein ständiger Begleiter. Zu „Beauty Queen“ oder „The Beginner“ bin ich quer durch Europa gereist und habe Freunde kommen (und gehen) sehen. Seit heute dreht sich endlich erstmals die zweite Platte von Miranda Lee Richards im CD-Player. Wieder ist es ihr zauberhafter Gesang, die relaxten Gitarren, die immer knapp am Country vorbeischrammen und die leicht psychedelische Hippie-Stimmung die ihre Musik tragen. Als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte. Schon der Opener „Breathless“ hat alles was ihre Songs brauchen, und der Rest der Platte braucht sich vor dem Opener nicht verstecken. Vorne weg das stimmungsvolle “Early November”.
Thank you for that awesome record, Miranda!

Leona Naess meldete sich letzten Herbst mit einer neuen Platte zurück

Leona Naess meldete sich letzten Herbst mit einer neuen Platte zurück

Na komm, einer geht noch: Würde ich mal wieder ein Mixtape machen, wäre bestimmt ein Song von Leona Naess dabei. Ihr letztes Album „Thirteens“ hat auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen, obwohl „Big Love“ von ihrer „Ghost in the Attic“-Single leider nicht auf dem Album vertreten ist. Schade, aber verschmerzlich: Elf (warum eigentlich nicht 13) wunderschöne Songs lassen eine Drei-Viertel-Stunde lang die Welt um uns vergessen. „Leave Your Boyfriends Behind“ verzaubert uns mit leiser Melancholie und einem bombastischen Mitgröhlrefain und „Heavy like Sunday“ ist eines der schönsten Liebeslieder die ich kenne. 

 

Gut: Das war jetzt ein rund 500 Wörter langer Liebesbrief an drei Alben, das war nicht das was ich mit diesem Blog-Eintrag bezwecken wollte, aber egal. Vielleicht lang‘s am Rotwein? Wer will jetzt ein Mixtape von mir haben?

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