
Der neue iPod Shuffle besticht durch puristisches Design und ein innovatives Bedienkonzept.
Seit drei Wochen habe ich nun den neuen iPod Shuffle der dritten Generation im Einsatz. Grund für die Neuanschaffung war die Möglichkeit Playlisten auf kleinsten MP3-Player von Apple anzulegen und unterwegs zu wechseln, eine Funktion die den vergangenen Gerätegenerationen verwehrt blieb.
Im Gegensatz zu der vorherigen „iPod Shuffle“-Modellen ist außer dem Ein- und Ausschalter kein Bedienelement mehr an dem Gerät zu finden. Die gesamte Kontrolle findet am Kopfhörer selber statt. Die „Ohrhörer-Fernbedienung“ selbst besteht aus drei drucksensitiven Zonen am rechen Ohrhörer. Mit dieser Fernbedienung ist es möglich die Lautstärke zu ändern, die Playliste zu wechseln, die Wiedergabe zu pausieren sowie einen Song vor- oder zurückzugehen. Der Playlistenwechsel wird über ein Audiofeedback realisiert. Bei längerem Drücken auf den mittleren Button wird – nachdem der iPod den Titel des Songs angesagt hat – die Playlisten alphabetisch angesagt. Mit einem erneuten Druck auf dem mittleren Button wird die Playliste ausgewählt und nach der am Ein- und Ausschalter eingestellten Betriebsart „Shuffle“ oder „Standart“ abgespielt.
Neu ist auch die Funktion Podcasts synchronisieren zu können, für mich als jemanden der viele Podcasts hört eine sehr willkommene Funktion. Die schon von den anderen Modellen bekannte „Roundtripping“-Funktion für Audiobooks und Podcasts wird nun auch vom iPod shuffle unterstützt. „Roundtripping“ bedeutet, dass der iPod das Audiobook oder den Podcast an der selben Stelle weiter spielt, an der die Wiedergabe auf einem anderen Gerät stoppte. Eine sehr nützliche Funktion wenn man z.B. längere Formate wie die „Funkhausgespräche“ von WDR 5 zum Teil auf dem iPod und zum Teil am heimischen Mac hört.
Wirklich erstaunt hat mich die im iPod Shuffle eingesetzte „Voice Over“-Technologie. Was theoretisch sehr seltsam anhört – der iPod „redet“ mit seinem Benutzer – ist in der Praxis sehr praktikabel. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit möchte man diese Art der Bedienung nicht mehr missen. Ich hatte mir den iPod zwar „nur“ zum Sport gekauft, da ich z.B. beim Radfahren im Wald gerne Musik höre, und dann auch lieber unterschiedliche Playlisten für schnelle Abfahrten und lange Aufstiege haben möchte. Inzwischen habe ich den kleinen iPod täglich dabei: Im Zug, in der Stadt, bei der Fahrt mit der Schwebebahn oder dem Uni-Express.
Für mich selber hat sich die Anschaffung in der Tat gelohnt, allerdings kann ich keine generelle Kaufempfehlung aussprechen: Für diejenigen, die gerne einen anderen Kopfhörer als den mitgelieferten verwenden, sollte der Kauf gut überlegt sein. Zwar gibt es inzwischen auch Adapter von Drittanbietern und einige Kopfhörerhersteller integrieren die Bedienelemente auch in ihre Produkte, aber hier kommt es in der Tat auf die Vorlieben des Einzelnen an.